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Tag der offenen Tür auf der neuen Hauptwache

der Berufsfeuerwehr Krefeld

 

Am Sonntag, den 04. September  2016 waren wir Mitwirkende

des großen Programmablaufs bei der Vorstellung der neuen

Hauptfeuer- und Rettungswache der Krefelder Berufsfeuerwehr

für die Öffentlichkeit.

 

Auf Einladung der Berufsfeuerwehr-Leitung unter Führung

von Herrn Ltd. Branddirektor Dietmar Meißner, konnten wir im

Laufe eines teilweise sehr regnerischen Tages

 (vormittags hat’s gegossen wie aus Kübeln) den Besuchern

einiges aus unserem historischen Gerätebestand zeigen.

 

Trotz teilweise massiver „Luftfeuchtigkeit“ strömten (mit dem Regen)

die Besucher durch die Einfahrt, an der wir zusammen mit

Feuerwehrleuten aus LEICESTER (Krefelds Partnerstadt) mit der

Linner-Handdruck-Spritze, der Requisiten-Karre und unserer

wettkampferprobten Balance-Leiter standen.

 Viele Leute, besonders Familien mit Kindern, waren sehr interessiert

und erkundigten sich nach allerlei Fakten zum Thema Feuerwehr-Historik.

 

Der stete Strom der Besucher aus Nah und Fern füllte die Plätze und

Gänge der großen Feuerwache, die, wie man hörte, die derzeit

modernste in Deutschland sein soll.

Am Ende des Tages stellte man fest, dass mehr als 10.000 Gäste

die Feuerwache besucht haben.

 

So hatten wir dann nachmittags gegen 14.15 Uhr - als es aufgehört hatte

zu regnen – auch viele Zuschauer, aus deren Reihen wir uns

natürlich „bedienten“: um die Eimerkette für den Löschwassertransport

einzurichten und die Druckstangen an der Handdruckspritze zu bedienen.

 

Bei dem sogenannten Standard-Manöver „Zimmerbrand“ wurde dann

auch ein guter Eindruck über das Vorgehen der „Alten“ bei einem

Brandausbruch vermittelt.  Ein „Schlafzimmer“ war im Übungsbrandhaus in

Brand geraten…

 

„Mein lieber Schwan“, meinte dann ein „Rekrutierter“, als der Brand gelöscht

und der Kommandant „Wasser halt!“ befohlen hatte,

„die Vorfahren Eurer Gilde mussten ja ganz schön ackern…!“

 

Ebenso beeindruckt und gleichwohl auch begeistert zeigten sich die

 jungen „Dienst-verpflichteten“ von unserer anschaulichen Veranstaltung.

 

Wie üblich zu der Zeit um 1900, gab’s dann vom Kommandanten

zur Belohnung für die wertvolle Hilfe „bei der Bekämpfung der

Feuersbrunst“ das obligatorische Certifikat, das belegte, dass die

namentlich aufgeführte Person hervorragende Leistung gezeigt hatte.

Die in der damals üblichen Deutschen Verkehrsschrift verfassten Worte

berechtigten den Inhaber des „Certificates“ damals, sich bei einem Krämer

etwas als Belohnung zu besorgen,  z.B. ein Pfund Salz, 2 Pfund Kartoffeln

oder Ähnliches.

 

Es wurde scherzhaft darauf hingewiesen, dass heutzutage diese

Bescheinigungen nicht zum kostenlosen Erwerb von Lebensmitteln

benutzt werden können.

 

Am Ende der Veranstaltung räumten wir unsere Geräte wieder in

die Wagenhalle der Berufs-Kameraden und rückten ein zum Standort.

 

Nicht, ohne die anerkennenden Worte des Organisations-Leiters

dieser grandiosen Präsentation, Herrn Brandrat Lars Klausing,

zu empfangen. Er zeigte sich, genau wie viele der Feuerwehr-Kollegen,

sehr erfreut und zufrieden und dankte den beteiligten „Linnern“

für das gezeigte Engagement.
„Immer wieder gerne,“ meinten wir bei der Verabschiedung,  
„ruft an, wenn’s mal eng wird. Wir unterstützen gerne…“

 

Probeweise standen ja unsere Einsatzgeräte zusammen mit ihren

modernen Kameraden schon in der riesigen Wagenhalle…

 

Es war auch für uns eine sehr beeindruckende Zeit auf dem riesigen

Gelände, und vielen Menschen konnten wir Einblick in die

Feuerwehr-Historie unserer preußischen Vergangenheit geben.

 

Anmerkung am Rand:

 

Der stolze Jung-Rekrut Tino Stauch unterstützte unseren „Einsatz“

zum ersten Mal in Uniform !

„Wir haben damals auch schon Jugendfeuerwehr- Arbeit praktiziert,

nur hieß das 1880 noch nicht so…“

Dazugehörige Fotos finden Sie in der Fotogalerie

 

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